Kona-Kaffee – Der exklusive und vollmundige Kaffee aus Hawaii

Kona-Kaffee gehört zu den edelsten und teuersten Kaffeesorten der Welt. Er wird vor allem von Feinschmeckern wegen seines vollmundigen Geschmacks geschätzt, der nur leicht bitter ist.

Das besondere Aroma verdankt dieser Spezialitätenkaffee der einzigartigen Landschaft von Hawaii. Kona ist ein Distrikt der amerikanischen Insel, die vom Vulkanismus geprägt ist. Der fruchtbare Boden bietet Arabica-Bohnen zusammen mit dem feucht-warmen Klima die besonderen Bedingungen, die sich im Geschmack des Kona-Kaffees widerspiegeln.

Ursprünglich waren Kaffeebohnen auf Hawaii nicht einheimisch. Erst zu Beginn des 19. Jahrhunderts brachte Samuel Ruggles die ersten Kaffeepflanzen nach Hawaii. Dort gediehen die Sträucher mit den tiefroten Kaffeekirschen von der Sorte Arabica sehr gut. Der Standort Kona eignete sich aus zwei Gründen besonders für den Kaffeeanbau:

Der Boden ist dort fruchtbar und das Klima schafft ideale Wachstumsbedingungen. Fast täglich nieselt oder regnet es – gleichzeitig scheint die Sonne fast das ganze Jahr über sehr kräftig. Die durchschnittliche Temperatur liegt bei 29° C.

Als 1928 die ersten Kaffeepflanzen auf Hawaii ihre Wurzeln schlugen, war der schmackhafte Kaffee noch unbekannt. Knapp fünfzig Jahre später entdeckte jedoch Henry Nicholas Greenwell das besondere Aroma des Kona-Kaffees und beschloss, dies zu ändern. Der Geschäftsmann aus Großbritannien machte die regionale Spezialität weltweit bekannt. Noch immer existiert auf Hawaii eine Kaffeefarm, die den Namen Greenwell trägt.

Heute ist Kona-Kaffee berühmt. Er wird auf der größten Insel von Hawaii angebaut, die auch als Big Island bekannt ist. Kona-Kaffee gehört zur Sorte Arabica. Kaffee, der nicht aus dem Distrikt Kona auf Hawaii stammt, darf nicht als Kona-Kaffee bezeichnet werden – auch dann nicht, wenn die geschmacklichen Eigenschaften denen des Kona-Kaffees ähneln. Dadurch entwickelte sich der Name Kona zu einer Marke, die heute unter Kaffeeliebhabern längst etabliert ist.

Doch diese Exklusivität hat ihren Preis: Wenn du Kona-Kaffee schon einmal im Fachgeschäft oder auf der Speisekarte eines spezialisierten Cafés gesehen hast, hast du dich vielleicht über den hohen Preis gewundert. Ein halbes Pfund kann bereits 20-25 Euro kosten. Kona-Kaffee zählt deshalb zu den Gourmet-Kaffees. Gleichzeitig ist er im Vergleich zu Kopi LuwakJamaika Blue Mountain Kaffee und Geisha Kaffee noch erschwinglich, die sich den besonderen Genuss gönnen möchten.

Ein wichtiger Preisfaktor ist das begrenzte Angebot. Da der Name „Kona“ streng geschützt ist, bleibt das Angebot auf natürliche Weise eingeschränkt. Darüber hinaus bauen die Menschen in Kona nicht nur Kaffee an, sodass die Kaffeepflanzen vor Ort mit anderen Früchten um Platz auf dem fruchtbaren Boden kämpfen müssen.

Die Ernte der reifen Kaffeekirschen erfolgt in mühsamer Handarbeit. Maschinen sind nicht dazu imstande, um die empfindlichen Früchte unbeschadet zu pflücken und nur die reifen Kaffeekirschen auszuwählen. Diese Sorgfalt ist jedoch erforderlich, um dem hohen Anspruch von Kaffeeliebhabern gerecht zu werden. Darüber hinaus gehört Hawaii zu den USA, sodass die Lohnkosten dort höher sind als zum Beispiel in ärmeren südamerikanischen oder ostasiatischen Ländern.

Ein weiterer wichtiger Preisfaktor ist die hohe Nachfrage. Kona-Kaffee zeichnet sich durch eine hohe Qualität aus, weshalb die Bohnen begehrt sind. Das Verhältnis von Angebot und Nachfrage treibt den Preis in die Höhe – doch echte Genießer gönnen sich den kleinen Luxus gerne. Kona-Kaffee ist kein Gebräu, das du kannenweise trinken solltest. Stattdessen genießt du den hawaiianischen Kaffee in Maßen – bewusst mit allen Sinnen.

Kona produziert jährlich nur etwa 3.000-3.500 Tonnen Kaffeebohnen. Diese werden zum Teil in andere Bundesstaaten der USA transportiert. Ein großer Teil wird jedoch exportiert und landet in internationalen Kaffeeküchen und -stuben.

Was macht Hawaii Kona-Kaffee besonders?

Viele Kaffeetrinker beschreiben das Aroma des hawaiianischen Kaffees als vollmundig und kräftig. Einige Genießer fühlen sich bei dem Getränk zudem leicht an den Geschmack von Karamell, Nüssen oder Schokolade erinnert.

Im Allgemeinen gilt der Kaffee nur als wenig bitter – dafür enthält er laut einigen Quellen mehr Koffein als andere Kaffeebohnen.

Wenn du dich beim Trinken von Kona-Kaffee ganz auf den Geschmack konzentrierst, kannst du vielleicht auch die fruchtigen und zimtigen Noten herausschmecken.

Worauf du beim Kauf von Hawaii Kona Kaffee achten solltest

Wenn du echten Kona-Kaffee kaufen möchtest, solltest du unbedingt auf die Verpackung oder die Produktbeschreibung achten.

Reiner Kona-Kaffee wird oft als „pur“ oder „100 % Kona-Kaffee“ angepriesen. Allerdings sind auch Mischungen erhältlich, die der Handel oft als „blend“ kennzeichnet. Einige dieser Mischungen enthalten lediglich zu einem Zehntel Kaffeebohnen aus Kona.

Im Vergleich zu herkömmlichen Kaffee erhältst du mit diesen Mischungen durchaus ein besonderes Geschmackserlebnis und zahlst dafür einen relativ geringen Preis. Das Aroma ist allerdings nicht mit dem reinen Kona-Kaffee vergleichbar.

Die zwei Qualitätsstufen von Kona Kaffee

Kona-Kaffee lässt sich in zwei Typen einteilen. Diese Unterscheidung stellt jedoch keine Qualitätsabstufung dar: Einige Kaffee-Experten schreiben den beiden Typen jeweils leicht unterschiedliche Aromen zu, doch die Meinungen darüber gehen auseinander. Ob eine Kaffeebohne aus Kona zum Typ 1 oder zum Typ 2 gehört, entscheidet die Form: Typ-1-Bohnen sind tendenziell länglich und besitzen eine flache Seite. Die Bohne rundet sich an dieser flachen Stelle bei der Reifung nicht, da sie an eine zweite Bohne stößt, die sich in derselben Kaffeekirsche befindet.

Kona-Kaffeebohnen vom Typ 2 sind hingegen rund und erinnern an Perlen. Du findest sie deshalb auch unter der Bezeichnung Perlbohnen. Im Englischen nennen die Kaffeefarmer die Typ-2-Bohnen „Peaberries“, was übersetzt in etwa „Erbsen-Beere“ bedeutet.

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