Kaffee bei der Arbeit trinken

Kaffee gehört für viele Leute zum Alltag dazu. Aber es scheint so, als wären einige Menschen nicht nur privat Kaffeeliebhaber, sondern auch auf Arbeit. Da stellt sich die Frage: Ist Kaffee in einigen Berufen vielleicht sogar ein Mittel zum Zweck oder Teil der Identität?

Argumente lassen sich dafür durchaus finden. Wer im täglichen Leben mal darauf achtet, wo Kaffee besonders häufig zu finden ist, der entdeckt vielleicht, dass Lehrer ihre Pause fast nie ohne Kaffee bewältigen. Oder wie sehr das Koffein des Kaffees von Pflegekräften gebraucht wird. Eine Baustelle ohne Kaffeetrinker? Auch kaum vorstellbar.

Branchen, die für ihren Kaffeekonsum bekannt sind

Kaffee macht munter und schmeckt gut. Deshalb ist er beliebt. Doch Kaffee hat auch eine kulturelle Bedeutung – ganz besonders am Arbeitsplatz. Denn die Kaffeepause ist in vielen Büros eine Zeit zum Entspannen und für den Austausch unter Kollegen. In langen Meetings hält der Kaffee die Spannung aufrecht.

In der Immobilienbranche ist Kaffee unglaublich wichtig. Statt nur ein Genussmittel zu sein, ist der Kaffee auch ein soziales Schmiermittel – sowohl zwischen Angestellten und Chefs, als auch zwischen Maklern und Kunden. Ein Immobiliengeschäft ohne Kaffee? Kaum vorstellbar.

Ansonsten sind viele Branchen für den Kaffeekonsum bekannt, in denen über lange Zeit die Konzentration gehalten werden muss. Lehrer, Taxifahrer und Polizisten sind dafür gute Beispiele. Sie können sich ihre Pausen nicht immer selbst einteilen, haben viel mit Menschen zu tun und sollten besser nicht abgelenkt sein – Kaffee ist ein Mittel, um bei der Sache zu bleiben.

Diese Vorteile hat Kaffee trinken bei der Arbeit

Dass es Berufe gibt, in denen Kaffee zu trinken eher die Regel ist als die Ausnahme, sollte niemanden überraschen. Allerdings muss man das auch nicht einfach so hinnehmen. Denn der Kaffeekonsum am Arbeitsplatz hat sowohl Vor- als auch Nachteile, die jeder kennen sollte.

Zu den Vorteilen gehört offensichtlich, dass das Koffein im Kaffee munter macht. Die Konzentrationsfähigkeit wird verbessert und die Leistungsfähigkeit erhöht – sowohl mental als auch körperlich. Sportler nehmen vor ihrem Training häufig Koffein zu sich, um bessere Leistungen zu bringen. Arbeitende Menschen müssen zwar üblicherweise kein Workout absolvieren, doch auch sie nutzen das Koffein, um mehr zu leisten.

Wie bereits angesprochen, ist Kaffee auch für soziale Interaktionen nicht unwichtig. In Verkaufsgesprächen, bei Verhandlungen oder auch in der Pause ist Kaffee ein guter Weg, um die Stimmung zu lockern. Nur an einem Tisch zu sitzen und zu reden, wirkt distanzierter, als wenn man sich auf einen Kaffee trifft.

Diese Nachteile hat Kaffee trinken bei der Arbeit

So beliebt Kaffee auch ist: Zu viel des Guten kann auch schaden. Nachteile des Kaffeekonsums gibt es etliche. Da ist zum einen das Problem mit der Toleranz. Wer über einen längeren Zeitraum hinweg Kaffee trinkt, der wird nicht mehr den gleichen aufmunternden Effekt des Koffeins spüren wie noch am Anfang. Dann wird noch mehr Kaffee getrunken, was wiederum bei einigen Menschen zu Herzrasen führt – oder aber dazu, dass sie Kopfschmerzen bekommen, wenn sie mal nicht genug Kaffee bekommen.

Allerdings ist das natürlich nicht nur ein Problem für Kaffeetrinker am Arbeitsplatz. Spezifischer werden die Nachteile, wenn beispielsweise eine gewisse Distanz gewahrt werden soll. Zwischen Vorgesetzten und Mitarbeitern ist ein freundschaftliches Verhältnis nicht immer erwünscht. Trinkt man gemeinsam Kaffee, verschwimmen die Grenzen ein wenig. Gleiches gilt für Verhandlungen zwischen Geschäftspartnern – manchmal will man gar nicht nahbar und locker wirken, dann helfen soziale Schmiermittel wie Kaffee nicht.

Last but not least ist es für Arbeitgeber manchmal problematisch, wenn sowohl Kaffeetrinker als auch Nicht-Kaffeetrinker zusammenarbeiten. Das ist immer dann der Fall, wenn die Kaffeepausen mehrfach während der Arbeitszeit genutzt werden und auch mal länger dauern. So passiert es manchmal, dass die Kaffeetrinker effektiv weniger arbeiten als die Nicht-Trinker.

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